Markenberater, Designer oder Fotograf – was bist du eigentlich?

Porträt eines jungen Mannes mit dunklen Haaren, Bart und blauen Augen, vor dunklem Hintergrund.

Michael Frick
Studio Pona Gründer & Creative Consultant

Warum ich Markenstrategie, Design und Fotografie verbinde – und welchen Mehrwert dieser Ansatz für Unternehmen schafft.

Diese Frage bekomme ich regelmäßig gestellt. Und ich kann sie gut verstehen. Unsere Arbeitswelt liebt Kategorien, klare Zuständigkeiten und eindeutige Berufsbezeichnungen.

Aber warum sollte ich mich entscheiden? Und ist für ein Unternehmen nicht viel entscheidender, wie gut die unterschiedlichen Disziplinen zusammenspielen?

Eine starke Marke beginnt nicht bei der Gestaltung.

Für mich war das Thema Marke nie auf eine einzelne Disziplin beschränkt. Mich interessiert nicht nur, wie ein Unternehmen nach außen auftritt, sondern wofür es steht, was es besonders macht und wie es langfristig relevant bleiben kann.

Deshalb beginnt meine Arbeit häufig mit grundlegenden unternehmerischen Fragen: Welche Haltung prägt das Unternehmen? Was unterscheidet es vom Wettbewerb? Welche Menschen möchte es erreichen? Und wie lässt sich daraus eine glaubwürdige, eigenständige Identität entwickeln?

In der Markenstrategie erarbeiten wir diese Grundlagen. Im Brand Design übersetze ich sie in eine visuelle Identität aus Typografie, Farben und gestalterischen Systemen. Und mit meiner Fotografie mache ich Menschen, Orte und Geschichten sichtbar, die einer Marke ihren unverwechselbaren Charakter geben.

Für mich sind das keine voneinander unabhängigen Leistungen. Es sind unterschiedliche Ausdrucksformen desselben Gedankens.

»Mich interessiert nicht die einzelne Disziplin, sondern das große Ganze. Wie aus einer unternehmerischen Idee eine eigenständige Marke entsteht, die Menschen erreicht und langfristig relevant bleibt.«

Ein roter Faden statt vieler Schnittstellen.

Für Unternehmer liegt darin ein wesentlicher Vorteil: Strategie, Gestaltung und Kommunikation entstehen aus einem gemeinsamen Verständnis. Die grundlegende Idee einer Marke muss nicht bei jedem Schritt neu erklärt oder interpretiert werden.

Wer ein Unternehmen und seine Ambitionen wirklich versteht, kann Entscheidungen über unterschiedliche Disziplinen hinweg konsequenter treffen. Das schafft Klarheit, reduziert Abstimmungsaufwand und sorgt für einen konsistenten Markenauftritt – vom ersten strategischen Gedanken bis zur konkreten Umsetzung.

Eine starke Marke braucht keine Sammlung guter Einzelleistungen. Sie braucht einen Gedanken, der alles miteinander verbindet - und Personen die das verstehen.

»Für mich beginnt gute Gestaltung immer mit dem Verstehen. Wer ein Unternehmen, seine Menschen und seine Ambitionen wirklich kennt, kann weit mehr schaffen als einen schönen Markenauftritt.«

Michael Frick
Creative Director, Studio Pona

Erfahrung, Perspektive und ein Gespür für das Wesentliche.

Interdisziplinäres Arbeiten bedeutet für mich nicht, von allem ein bisschen zu können. Jede Disziplin verlangt Erfahrung, Wissen und handwerkliche Qualität. Gleichzeitig bereichern sich die unterschiedlichen Perspektiven gegenseitig.

Dazu kommt etwas, das sich nur schwer einer einzelnen Leistung zuordnen lässt: ein Gespür für Ästhetik, Kultur und gesellschaftliche Entwicklungen. Die Neugier auf Architektur, Kunst, Design und Menschen. Die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen, Entwicklungen einzuordnen und daraus eine eigenständige Perspektive zu entwickeln.

Ebenso wichtig ist mir, neugierig zu bleiben. Offen für neue Ideen, Technologien und Denkweisen. Bestehendes zu hinterfragen, dazuzulernen und sich nicht auf dem auszuruhen, was gestern funktioniert hat. Denn Erfahrung ist für mich nur dann wirklich wertvoll, wenn sie nicht zum Stillstand führt, sondern die Grundlage für neue Perspektiven schafft.

Gerade für Unternehmen halte ich diese Offenheit und Urteilskraft für entscheidend. Denn nicht jeder Trend passt zu jeder Marke. Nicht jede neue Möglichkeit ist automatisch eine sinnvolle unternehmerische Entscheidung.

Natürlich kann ich nicht alles. Deshalb hole ich dort, wo es sinnvoll ist, die passenden Experten hinzu. Entscheidend ist nicht, alles selbst zu machen, sondern die richtigen Kompetenzen zusammenzubringen und dabei das große Ganze im Blick zu behalten.

Am Beispiel von The Porter zeigt sich, wie Markenstrategie, Gestaltung und eigenständige Fotografie zu einem konsistenten Markenauftritt zusammenfinden. Mehr Fotografie finden Sie auf www.fricktion.de

Am Ende zählt, was für das Unternehmen entsteht.

Für Unternehmer sollte nicht entscheidend sein, wie viele Berufsbezeichnungen ein kreativer Partner trägt. Sondern ob er das Unternehmen versteht, strategisch mitdenkt und seine Identität über alle Berührungspunkte hinweg konsequent weiterentwickeln kann.

Mein Anspruch ist es, Marken nicht nur zu beraten, zu gestalten oder zu fotografieren. Ich möchte Unternehmen verstehen, ihre Potenziale erkennen und sie langfristig beim Aufbau einer starken, relevanten Marke begleiten.

Ich bin kein »oder«. Ich bin ein »und«.

Und genau darin liegt für mich der Mehrwert dieser Verbindung.


Weiterführende Einblicke

Warum für uns Markenstrategie und Gestaltung untrennbar zusammengehören, beschreiben wir in »Wir gestalten keine Logos«. Wie sich dieser Anspruch in der Praxis zeigt, verdeutlichen unsere Arbeiten für Anna Morphs und Werner Frick Gartenbau, bei denen Markenidentität, Gestaltung und Kommunikation zusammenspielen.


Über den Autor

Michael Frick ist Gründer & Creative Consultant von Studio Pona. Seit über 25 Jahren beschäftigt er sich mit Design, Ästhetik, Markenstrategie und der Frage, was Marken relevant und unverwechselbar macht. Seine Leidenschaft gilt Marken mit Haltung – und der Verbindung von strategischer Klarheit, gutem Design und konsequenter Markenführung. Gemeinsam mit Studio Pona begleitet er Unternehmen dabei, ihre Identität zu schärfen, sichtbar zu machen und langfristig weiterzuentwickeln.


Entdecken Sie unsere Branding-Projekte, in denen wir Strategie, Identität und Design zu ganzheitlichen Markenwelten verbinden.

EUR Paletten
Der Hidden Champion der Logistik erstmal mit eigenem Branding
Mehr erfahren

The Porter
Branding für die neue Hospitality Marke
Mehr erfahren

Werner Frick Winhöring
Ein Gartengestalter wird zur Marke
Mehr erfahren


Häufige Fragen zum interdisziplinären Arbeiten in Markenstrategie, Design und Fotografie