Eine starke Marke braucht mehr als ein starkes Erscheinungsbild

Porträt eines jungen Mannes mit dunklen Haaren, Bart und blauen Augen, vor dunklem Hintergrund.

Michael Frick
Studio Pona Gründer & Creative Consultant

Warum Marken heute nicht nur eine klare Identität brauchen, sondern auch digital verständlich und zitierfähig sein müssen.

Wir haben lange darüber gesprochen, wie Marken aussehen, wie eigenständig ihre Gestaltung ist und wie konsequent sie geführt werden. Das bleibt wichtig. Aber aus meiner Sicht reicht es heute nicht mehr.

Eine starke Marke muss auf mehreren Ebenen funktionieren: Sie braucht eine klare visuelle und inhaltliche Identität. Sie muss bei Menschen ein Gefühl hinterlassen. Und sie muss digital so verständlich sein, dass auch Google und zunehmend KI-Systeme erkennen können, wofür ein Unternehmen steht und wo seine Kompetenz liegt.

Identität bleibt der Ausgangspunkt

Am Anfang steht für mich immer dieselbe Frage: Wer sind wir – und wofür wollen wir stehen?

Erst daraus können eine klare Markenstrategie, ein eigenständiges Brand Design und relevante Kommunikation entstehen. Genau daran arbeiten wir mit Unternehmen wie Anna Morphs, Brandcraft, wohnen & leben Schiermeier und vielen weiteren – teilweise seit vielen Jahren.

Dabei endet Markenarbeit für uns nicht mit einem neuen Erscheinungsbild oder einer Website. Wir entwickeln Marken kontinuierlich weiter: durch Projekte und Kampagnen, Fotografie, Journalbeiträge und Interviews, durch eigene Themen und Perspektiven und zunehmend auch mit Blick auf die Sichtbarkeit bei Google und in KI-Systemen.

Denn eine Marke ist mit ihrem Erscheinungsbild nicht fertig. Sie muss ihre Haltung und Kompetenz immer wieder sichtbar, verständlich und nachvollziehbar machen.

»Eine starke Marke muss heute nicht nur für Menschen relevant sein. Auch Suchmaschinen und KI-Systeme müssen verstehen können, wofür sie steht und welche Kompetenz sie besitzt.«

Von Sichtbarkeit zu Verständnis

Dabei geht es nicht darum, möglichst viel Content zu produzieren. Mehr Inhalte bedeuten nicht automatisch mehr Sichtbarkeit – und Sichtbarkeit bedeutet noch lange keine Relevanz.

Entscheidend ist, über einen längeren Zeitraum ein klares Bild aufzubauen: durch relevante Projekte, eigene Perspektiven, fundierte Inhalte und die konsequente Verbindung dieser Themen miteinander.

So entsteht ein Wissensnetz rund um eine Marke. Für Menschen wird ihre Haltung erkennbar. Für Suchmaschinen wird ihre fachliche Kompetenz einordenbar. Und KI-Systeme erhalten konkrete Informationen und Zusammenhänge, auf die sie zurückgreifen können.

Ein Mann trägt schwarze Kleidung und hält eine Brille in der Hand, während er in einem Raum steht, der im Hintergrund unscharf ist.

»Sichtbarkeit entsteht für mich nicht dadurch, möglichst viel zu kommunizieren. Sondern dadurch, eine klare Haltung immer wieder glaubwürdig sichtbar zu machen.«

Michael Frick
Creative Director, Studio Pona

Zitierbarkeit wird zur neuen Währung

Damit verändert sich auch die Aufgabe von Markenkommunikation. Es reicht nicht mehr, eine schöne Website zu haben und die richtigen Keywords zu verwenden. Unternehmen müssen Inhalte schaffen, die konkret, glaubwürdig und zitierfähig sind.

Wer hat dieses Projekt entwickelt? Welche Erfahrung besitzt das Unternehmen? Welche Haltung vertritt es? Was kann es nachweislich besonders gut?

Je klarer eine Marke diese Fragen beantwortet, desto leichter kann sie digital verstanden und eingeordnet werden.

Deshalb gehören für mich Markenstrategie, Brand Design, Content und digitale Sichtbarkeit heute zusammen. Die Werkzeuge verändern sich. Die grundlegende Aufgabe bleibt dieselbe: eine Identität so klar herauszuarbeiten und konsequent zu vermitteln, dass Menschen – und zunehmend auch Maschinen – verstehen, wofür eine Marke steht.


Im Gespräch mit Anna Morphs

Über genau diese Entwicklung habe ich mit Silke Kahl von Anna Morphs gesprochen: über unsere langjährige Zusammenarbeit, Markenentwicklung und Gestaltung – und darüber, warum digitale Sichtbarkeit und Zitierfähigkeit für Marken immer wichtiger werden.

→ Zum vollständigen Interview mit Silke Kahl bei Anna Morphs


Über den Autor

Michael Frick ist Gründer & Creative Consultant von Studio Pona. Seit über 25 Jahren beschäftigt er sich mit Design, Ästhetik, Markenstrategie und der Frage, was Marken relevant und unverwechselbar macht. Seine Leidenschaft gilt Marken mit Haltung – und der Verbindung von strategischer Klarheit, gutem Design und konsequenter Markenführung. Gemeinsam mit Studio Pona begleitet er Unternehmen dabei, ihre Identität zu schärfen, sichtbar zu machen und langfristig weiterzuentwickeln.


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